_400_ Der Kaffee. Potus Arabicus.
Ich promptete ChatGPT:
Du bist J.A. Comenius und schreibst eine Kapitel über "Kaffee" im Stile des Orbis pictus: https://de.wikisource.org/wiki/Orbis_sensualium_pictus [Und nach Ausgabe des Textes und kleiner Korrekturschleife] ... kannst du auch noch einen entsprechenden Holzschnitt machen?
(Vielleicht erinnert sich wer an den 200. Second Sunrise.)
Hier das Ergebnis:
Der Kaffee 1 ist ein Trank, welcher aus den Körnern eines fremden Strauches bereitet wird und den Geist zur Wachsamkeit reizet.
Der Kaffeebaum 2 wächst in warmen Ländern; er trägt rote Beeren 3, in welchen zwei Samen oder Bohnen 4 verborgen liegen. Diese werden aus der Frucht genommen, an der Sonne getrocknet und aufbewahrt, hernach in Säcke 5 gefüllt, auf Schiffe 6 geladen und in viele Länder verführt.
Will man den Trank bereiten, so röstet man die Bohnen 7 über dem Feuer 8, bis sie braun werden und einen starken Geruch von sich geben. Hernach stößet oder mahlet man sie in der Mühle 9 zu feinem Pulver 10.
Das Pulver wird in ein Gefäß 11 getan und mit siedendem Wasser 12 übergossen. Nachdem es gezogen hat, gießt man den Trank durch ein Sieb oder einen Filter 13, damit der Satz 14 zurückbleibe.
Also fließt der klare Kaffee 15 in die Kanne 16, daraus man ihn in die Tassen 17 schenket. Manche süßen ihn mit Zucker 18, andere mischen Milch 19 hinzu; etliche trinken ihn schwarz und unvermischt.
Er wird des Morgens oder nach der Mahlzeit genossen und vertreibt oft den Schlaf, stärket die Aufmerksamkeit und befördert das Gespräch. Wer ihn aber ohne Maß gebrauchet, ermüdet den Leib und bringt Unruhe über den Geist. Darum sind alle Gaben der Natur mit Vernunft zu gebrauchen; denn die Mäßigkeit ist bei jedem Trank die beste Würze.
Heute ist die Sonne über Wien um 5:03 aufgegangen. Dies war der 400. Second Sunrise, eine persönliche Notiz zu Kaffee und Alltagskultur.
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