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_428_ Robust, robusta, am robustesten

Zwei Spezies des Kaffeebaums sind ökonomisch relevant: Arabica und Canephora
_428_ Robust, robusta, am robustesten
Geschwungene Falte (Arabica) vs. gerade Falte (Robusta) -- Gaia&Co

Von der Pflanzengattung Coffea sind etwa 124 Arten bekannt und von diesen zwei ökonomisch relevant: coffea arabica und coffea canephora.

Ersterer erhielt seine Klassifizierung, als er schon im arabischen Raum kultiviert worden war, im heutigen Jemen. Letztere wird umgangssprachlich Robusta genannt: damit ist angedeutet, dass sie — nunja — vor allem robuster als ihr beliebterer Verwandter ist.

Das hat mehrere Gründe:

  • Sie wächst in niederen Regionen — ist also kein "Hochlandkaffee";
  • Robusta wird daher leichter und mit mehr Ertrag geerntet.
  • Im Kern entwickelt sich weniger Säure, was vor allem weniger Geschmack bedeutet.
  • Sie ist resistenter gegen Insekten, hat sie doch spürbar mehr Koffein ein natürlich gebildeter Abwehrstoff.

Robusta ist nicht obligatorisch, wie manche Italien-Urlauber behaupten. Dort werden die "Barmischungen" gerne als gekonnter Verschnitt von Arabica und Robusta angepriesen. Das hat jedoch ökonomische Ursachen, ist doch der Preis al banco gesetzlich gedeckelt.


Heute ist die Sonne über Wien um 7:23 aufgegangen. Dies war der 428. Second Sunrise, eine persönliche Notiz zu Kaffee und Alltagskultur.

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