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_432_ Feedback treibt Blüten

Second Sunrise Nr. 428 warf eine Frage auf, die mich ins recherchieren brachte.
_432_ Feedback treibt Blüten
Photo by Dang Cong

Vielen Dank für die Frage auf Second Sunrise Nr. 428, die durch die praktische Kommentarfunktion zu mir drang und mich ins recherchieren brachte.

Was ist mit den übrigen 122 Coffea-Arten. Bringen die gar keinen Kaffee hervor?

Doch, durchaus!

Zunächst einmal ein Eingeständnis: es finden sich mehrere widersprüchliche Quellen zur Anzahl an Arten. Eine robustere Formulierung wäre daher: rund 120 Coffea-Arten. Diese bilden ebenfalls Früchte mit Samen – und einige davon ergeben durchaus trinkbaren Kaffee. Neben Arabica und Robusta gibt es etwa Liberica, Eugenioides, Stenophylla und Racemosa, die teilweise sogar als Spezialitätenkaffee gehandelt oder als mögliche Alternativen für den zukünftigen Kaffeeanbau erforscht werden.

Die meisten Arten sind allerdings kaum untersucht und werden nicht kommerziell angebaut. Manche enthalten sehr wenig oder gar kein Koffein. (Man kreuzt etwa auch gewisse Arabica-Varietäten, um auf natürlichen Wege niedrig-koffeinhaltige Getränke zu erhalten: low-caf.) Die entscheidende Frage ist also weniger, ob sie Kaffee hervorbringen, sondern ob sich ihre Samen für ein gutes Getränk eignen und die Pflanzen wirtschaftlich angebaut werden können.


Heute ist die Sonne über Wien um 6:36 aufgegangen. Dies war der 432. Second Sunrise, eine persönliche Notiz zu Kaffee und Alltagskultur.

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