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_417_ Experimentell-Natürlich

Das Label meines ruandesischen Kaffees kündigt einen "experimental natural" an.
_417_ Experimentell-Natürlich
Das Label der Kaffees ist wiederum eine künstlerische Interpretation des Geschmacks.

Die trockene Aufbereitung (natural) des Kaffees sieht vor, dass die Kerne innerhalb der Furcht fermentieren, dabei aber zum trocknen ausgelegt werden – klar: sonst faulen sie ja.

Der Kaffee aus Humure, dem Osten Rwandas experimentiert mit diesem Prozess, indem die Kirschen 72 Stunden lang in luftdicht verschlossenen Fässern ohne Sauerstoff fermentieren unter präzise eingepegelten Temperaturen. Dann erst werden sie zum trocknen aufgelegt, 34 Tage, um genau zu sein; dabei werden sie immer wieder gewendet, so dass dies gleichmäßig vonstatten geht.

Tiefer, komplexer Geschmack ist die Folge. Fruchtig, zart und strukturiert, grandioser (später) Sonnenaufgang importiert aus Rwanda.


Heute ist die Sonne über Wien um 6:43 aufgegangen. Dies war der 417. Second Sunrise, eine persönliche Notiz zu Kaffee und Alltagskultur.

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